Durchwachsenes Wochenende in Schleiz
Die IDM machte zum drittletzten Stopp auf dem Schleizer Dreieck (05. – 06.08.2011) halt. Auch das Team YAMAHA Motor Deutschland reiste natürlich nach Thüringen, wo Sascha Hommel nach dem Sachsenring sein zweites Heimrennen in der IDM SUPERBIKE bestritt.
Das Wochenende begann nass, denn zum ersten freien Training der großen Klasse öffnete der Himmel seine Schleusen. Die Bedingungen besserten sich erst im dritten Training, denn nach einer auftrocknenden Strecke in der zweiten Session, konnte Sascha mit seinem Team effektiv am Setup seiner Yamaha R1 arbeiten. „Wir konnten gleich in der ersten schnellen Runde im Trockenen eine 1:27,4 fahren. Das war nur eine Sekunde langsamer als im Rennen am Sonntag“, freute sich der 21-Jährige. „Wir mussten dennoch einiges am Fahrwerk ändern, da das Schleizer Dreieck sehr wellig ist. Mit den Dunlops haben wir auch einige Sachen probiert und haben uns auch schnell für unseren Rennreifen für trockene Bedingungen entschieden.“
Der Samstag mit den Zeittrainings, die über den Startplatz für beide Rennen entscheiden, blieb wie die letzten freien Trainings trocken. In einem engen Qualifying fuhr Sascha die zehntschnellste Zeit. „Ich konnte den Qualifyer-Reifen nicht optimal nutzen. Ich war nicht viel schneller als mit den Rennreifen. Das ist etwas schade, da ich sonst mit drei bis vier Zehntelsekunden auf den sechsten oder siebenten Startplatz hätte fahren können. Es war wirklich sehr eng“, sagte Sascha, der nur 1,065 Sekunden auf den Polesetter Dario Giuseppetti verlor. „Ich hätte einfach etwas besser sein müssen, da es auf dem Schleizer Dreieck nicht leicht ist, zu überholen.“
Das erste Rennen am Sonntag machte Sascha ein paar Probleme. Zwar ging er optimistisch an den Start, dennoch wusste er, dass er für die auftrocknenden Bedingungen nicht optimal gerüstet war. Die Kombination aus Fahrwerk und Regenreifen harmonierte nicht perfekt. „Ich hatte leider nicht den Grip, den ich gebraucht hätte. Der Reifen wurde stärker beansprucht als gedacht, deshalb musste ich meine Dunlops schonen“, sagte Sascha. „Deshalb bin ich aber mit dem neunten Platz nicht ganz unzufrieden, denn ich konnte wichtig Punkte für die Meisterschaft sammeln.“
Nur wenige Stunden später schwang sich der Reichenbacher wieder auf seine R1, um am zweiten Rennen der IDM SUPERBIKE teilzunehmen. „Zum Glück war es ein Trockenrennen, denn das funktionierten meine Reifen zusammen mit dem Fahrwerk perfekt“, freute sich Sascha. Das Rennen über kämpfte er mit dem Rennsieger aus dem ersten Lauf, Matej Smrz, hielt sich lange an der sechsten Position und war in der Lage die Zeiten der Spitzengruppe zu fahren. „Ich hatte einen richtig guten Start. Aus der ersten Runde kam ich dann als Siebenter wieder. Ich machte dann noch einen Platz gut und hing mich an das Hinterrad von Matej“, schilderte Sascha das Rennen aus seiner Sicht. Im harten Kampf unterliefen im allerding zwei Fehler, die für eine Lücke zum Tschechen sorgten. „Ich habe dann versucht, den Abstand zu verkleinern, aber ich wollte auch nicht zu viel riskieren. Leider hatte ich dann noch einen Rutscher, der mit zeigte, dass ich am Limit bin. Dadurch konnte Stefan [Nebel] noch an mir vorbei. Mit dem siebenten Platz bin ich aber recht zufrieden“, freute er sich.
Sascha liegt nun mit 64 Punkten auf dem zwölften Platz der Meisterschaft. Nur drei Punkte trennen ihn von Stefan Nebel auf der elften Position und nur sechs Zähler hinter Filip Altendorfer, der auf der zehnten Position liegt.
„Es war nicht das beste Rennwochenende meiner Karriere, aber ich bin trotzdem zufrieden mit den Ergebnissen. Mein Team und ich haben gut zusammengearbeitet und wir konnten schnell Fortschritte machen. Ich fühle mich auf der Maschine wohl, was Mut für die letzten zwei Rennwochenenden macht, an denen ich wieder voll angreifen werde. Es war wieder cool meine Freunde und Familie an der Strecke zu sehen, das gibt zusätzliche Motivation. Vielen Dank an alle, die da waren und mir die Daumen gedrückt haben. Ich hoffe man sieht sich zum nächsten Rennen wieder!“
Gleich zu Beginn des ersten Rennens stürzte Dario Giuseppetti schwer. Nach einem Highsider brach er sich das linke Schien- und Wadenbein. Das Rennen wurde daraufhin unterbrochen. „Es tut mir sehr leid für Dario. Er fuhr die Pole Position heraus und machte wirklich einen starken Eindruck. Ich hoffe, dass schnell wieder fit wird und ins Fahrerlager zurückkommt“, sagte Sascha abschließend.
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