Viele Verbesserungen und Sturz in der letzten Kurve
Am Wochenende (17.-19.06.2011) fand der vierte Lauf der IDM auf dem Sachsenring statt. Der Sachse, Sascha Hommel, konnte sich zwar weiter steigern und fühlte sich auch auf seiner R1 immer wohler, jedoch verließ ihn erneut das Rennglück.
Saschas Start in das Wochenende begann sehr gut. Am Freitag arbeitete er mit seinem Team an einer neuen Fahrwerkseinstellung, die ihm besser lag, als die vom Nürburgring. „Wir haben mit dem Fahrwerk richtig gute Fortschritte gemacht. Es hat wieder richtig Spaß gemacht, schnell zu fahren. Ich konnte auch gleich wieder gute Zeiten hinlegen, nur war die Reifenfrage für das Wochenende noch nicht geklärt“, erzählte Sascha.
Sämtliche Reifentscheidungen mussten aber am Samstag über den Haufen geworfen werden, denn es war deutlich kühler auf dem Sachsenring. „Wir mussten also wieder mit einem Reifentest beginnen. Zum Glück hatten wir ein wirklich gutes Fahrwerk erarbeitet“, freute sich der Yamaha-Pilot. „Leider konnte ich im ersten Zeittraining die weichen Reifen nicht nutzen. Für die zweiten Session verwendete ich den zweiten Satz und da hat es dann geklappt. Ich kam noch in die zweite Reihe, was mich wirklich sehr freut.“ Sascha war damit auch der einzige aus den Top-10, der sich im zweiten Qualifikationstraining verbessern konnte.
Mit dieser guten Ausgangssituation, Platz acht, ging er zuversichtlich ins Rennen. „Leider haben wir uns für den falschen Reifen entschieden. Wir fuhren mit der härteren Mischung. Wir hätten es wie die meisten anderen machen und auf den weicheren herausfahren sollen. Ich habe leider am Anfang in den Fights viel verloren, da ich kein Vertrauen zum Vorderrad hatte. Es hat sich dann nach einigen Runden etwas stabilisiert und ich konnte schön mit Michael [Ranseder] und Gisbhert [van Ginhoven] kämpfen. Zum Zielstrich hat es gegen die BMWs leider nicht ganz gereicht. Es ist etwas schade, da ich im Rennen die Zeiten von Jörg [Teuchert] fahren konnte“, sagte Sascha zu seinem ersten Rennen, das er auf dem neuten Platz beendete.
Wieder stellte der Sachsenring auch ein Chaosrennen bereit, denn der zweite Lauf musste neugestartet werden, da ein Regenschauer über Hohenstein-Ernstthal zog. Diesmal setzte Sascha auf die weicheren Reifen und war damit sehr glücklich: „Dieser Reifen war perfekt! Den hätten wir auch im ersten nehmen sollen. Ich konnte ohne Probleme die Zeiten von der Spitze fahren.“ Bei schwierigen Bedingungen, mit einigen nassen Stellen, fuhr Sascha permanent hinter Teuchert und legte ihn sich für einen finalen Angriff zurecht. „Leider kam mir dann Gareth [Jones] etwas in der Quere, weil er mich überholte. Ich habe ihn mir dann in der letzten Runde bei der Karthalle geschnappt und konnte sogar noch die Lücke zu Jörg zufahren. Im Sachengrund war ich dann dran. Jörg fuhr die letzte Kurve extrem spitz an. Ich habe eine weitere Linie gewählt, um mir beim Sprint zur Ziellinie mit mehr Schwung einen Vorteil zu verschaffen. Leider war etwas zu viel. Ich tippte also noch einmal ganz leicht an die Bremse und zack, schon lag ich“, ärgerte sich Sascha.
Es war das erste Mal, dass Sascha ein Rennen in der letzten Kurve in der letzten Runde vergab. „Es tut mir wahnsinnig leid! Ich hätte meinem Team gern eine gute Platzierung geschenkt. Sie haben alle einen richtig guten Job gemacht. Es tut mir wirklich sehr leid, dass es wieder Schrott gab“, sagte Sascha. „Leider gab es auch einen schweren Unfall von Martin Bauer und Matej Smrz. Ich wünsche Martin alles Gute, und dass er schnell wieder auf die Beine kommt! Außerdem möchte ich mich bei allen bedanken, die an diesem Wochenende dabei waren und mich unterstützt haben. Es hat gefetzt mit euch, danke!“, schloss Sascha ab.
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